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Die Stimulation mit Wechselstrom ist eine nicht-invasive Methode zur Stimulation von Hirnfunktionen . Sie wird eingesetzt bei Schlaganfall und Gehirntrauma und bei Erkrankungen des Sehnervs oder der Netzhaut, etwa beim Sehnervschaden, Glaukom, Makuladegeneration, diabetischer Neuropathie oder Amblyopie (vollständige Auflistung der therapierbaren Erkrankungen). Über die Verabreichung von Stromimpulsen wird die Synchronisation des Gehirns verbessert. D.h. die Nervenzellen im Gehirn arbeiten wieder besser zusammen.  Das Gehirn arbeitet wie ein Verstärker, der die Restsehimpulse analysiert und interpretiert.  Verbesserungen der Synchronisation führen zu einer besseren Verstärkung des Residualsehens.
Die verschiedenen Hirnareale kommunizieren über sehr schwache elektrische Impulse (so genannte „Aktionspotenziale“) miteinander. Wenn zwei Gehirnareale oft miteinander kommunizieren, verstärkt sich deren Verbindung. Ist dies hingegen selten der Fall, wird die Verbindung schwächer oder geht verloren. Dieses Prinzip, nach dem nicht genutzte Verbindungen verschwinden, gilt für jede Art von Schädigung, unabhängig davon, wo sie auftritt: in der Netzhaut, im Sehnerv oder tief im Gehirn.
Genau wie trainierte Muskeln stärker werden, kann auch die Verbindung zwischen dem Auge und den für das Sehen zuständigen Gehirnarealen (etwa dem visuellen Cortex) durch häufige Nutzung gefestigt werden. Während beim Sehtraining kleine Lichtstimuli zum Einsatz kommen, die winzige Bereiche der Netzhaut aktivieren, werden bei der Elektrostimulation mit Wechselstrom von einem Stimulationsgerät elektrische Impulse ausgesandt und durch verschiedene Elektroden geleitet, die auf der Stirn in der Nähe der Augen angebracht sind. Diese Stromreize veranlassen die Nervenfasern und neuronalen Netzwerke, öfter zu feuern, was die Konnektivität der „Datenautobahn“ zwischen Auge und Gehirn erhöht. Vor allem dann, wenn alle Zellen gleichzeitig und synchron feuern, was der von uns eingesetzte Wechselstrom bewirkt, wird die Verbindung dauerhaft gestärkt. Im Ergebnis reagieren diejenigen Hirnareale, die wegen der partiellen Blindheit weniger sensibel für die eingehenden Stromreize waren, nach der Elektrostimulation wieder stärker. Damit sprechen sie auch besser auf die natürlichen elektrischen Signale an, die von der Netzuhaut im Auge an das Gehirn gesandt werden.
Bei teilweise erblindeten Patienten kann das Gehirn die visuellen Informationen nicht adäquat verarbeiten oder erhält vom Auge zu wenige Informationen. Dadurch entstehen die so genannten „Gesichtsfelddefekte“. Bei der Behandlung wird die Empfindlichkeit dieser teilweise geschädigten Bereiche erhöht, und die verbleibenden Gehirnzellen werden wieder aktiver. Dadurch vergrößert sich das Gesichtsfeld, und die Reaktionszeiten verkürzen sich.
Sehen ist ohne Informationen von der Netzhaut nicht möglich. Doch erst die Aktivität der kortikalen Netzwerke im Gehirn, die die von der Netzhaut eintreffenden Informationen analysieren, ermöglicht die bewusste Erfahrung des Sehens. Die Elektrostimulation mit Wechselstrom zielt auf genau diese Netzwerke im Gehirn ab und verändert die Verbindungen zwischen verschiedenen Hirnarealen. Durch diese Veränderungen verbessert sich dann die Sehkraft.
Das Savir-Zentrum behandelt Patienten mit Sehstörungen aufgrund von Schädigungen des zentralen Nervensystems, d.h. von Netzhaut, Sehnerv und Gehirn. Behandelbare Erkrankungen:

  • Glaukom
  • Schädigung des Sehnervs oder der Netzhaut
  • Sehverlust nach Schlaganfall oder Hirntrauma
  • Diabetische Retinopathie
  • Makuladegeneration (AMD)
  • Unspezifischer oder ungeklärter Sehverlust
  • Amblyopie (Schwachsichtigkeit) und kortikale Blindheit

Nicht behandelbare Erkrankungen:

  • Probleme mit dem optischen Apparat, also der Lichtbrechung des Auges. Das sind die Hornhaut und die Linse). Grauer Star verbessert sich nicht.
  • Wir führen keine LASIK durch.
Lange dachte man, dass ein Sehverlust nach der Schädigung des Gehirns oder der Netzhaut, etwa durch einen Schlaganfall, ein Glaukom oder andere Ursachen, unumkehrbar sei. Daher ging man davon aus, dass auch die visuelle Beeinträchtigung bei alltäglichen Tätigkeiten wie Lesen und Autofahren sowie bei der räumlichen Orientierung nicht behandelbar sei. Mehrere neue Studien deuten nun aber darauf hin, dass die Behandlung der betroffenen Patienten mit nicht-invasiver, wiederholter, transorbitaler Elektrostimulation mit schwachem Wechselstrom (rtACS) während 10 Tagen (30–40 Minuten täglich) die visuelle Beeinträchtigung signifikant verringert und die sehbezogene Lebensqualität deutlich verbessert. Diese Ergebnisse wurden von Prof. Dr. Bernhard Sabel und seinem Team in internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht. Bei diesen Studien führte die Behandlung mit rtACS zu einer durchschnittlichen Wiederherstellung des verlorenen Gesichtsfelds um 25-40  Prozent. Die mit rtACS behandelten Patienten zeigten im Gegensatz zu den Patienten der Kontrollgruppe, die die Behandlung nicht erhalten hatten, ein signifikant vergrößertes Gesichtsfeld. Die Patienten bestätigten zudem, dass sich ihr „allgemeines Sehvermögen“ verbessert hatte.
Dank klinischer Studien lässt sich einschätzen, wie groß die Wirkung einer Elektrostimulation des Gehirns sein wird. Die folgenden Werte entsprechen den durchschnittlichen Veränderungen nach einer zehntägigen Behandlung:

  • Vergrößerung des Gesichtsfelds um 25-40 Prozent
  • Verbesserung des Sehvermögens im geschädigten Bereich des Gesichtsfelds um 60 Prozent
  • Subjektive Verbesserungen bei 70 Prozent der Patienten
  • Aber etwa ein Drittel der Patienten zeigen keine Verbesserungen.

Anmerkung: Die Durchschnittswerte zeigen nicht an, welche Verbesserung jeder einzelne Patient erzielen wird. Die Durchschnittswerte schließen Patienten mit überdurchschnittlichen Verbesserungen, Patienten mit unterdurchschnittlichen Verbesserungen und Patienten, bei denen gar keine Verbesserungen erzielt wurden, mit ein. Bitte beachten Sie, dass die Verbesserungen individuell unterschiedlich ausfallen.

Es wurden keine ernsten Nebenwirkungen beobachtet. Selten berichten Patienten jedoch über

  • leichte Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen in der Nacht in den ersten Tagen der Stimulation
  • Leichter Schwindel
  • Müdigkeit
  • Temporäre Blutdruckschwankungen
Savir zielt darauf ab, die Sehkraft zu verbessern, wenn die Netzhaut, der Sehnerv oder das visuelle System des Gehirns durch eine Erkrankung geschädigt ist. Unsere Absicht ist es, das Restsehvermögen zu aktivieren, um das verbleibende Sehpotenzial zu stärken. Dazu verwenden wir andere Methoden als Ihr Augenarzt. Unsere zentrale Behandlungsmethode ist die nicht-invasive Elektrostimulation des Gehirns. Außerdem bewerten wir das Sehvermögen der Patienten sowohl objektiv als auch subjektiv, um aus einer Vielzahl von Möglichkeiten die am besten geeigneten Methoden auszuwählen. Dazu gehören Ansätze zum besseren Umgang mit dem Sehverlust, zur Kompensation des Verlusts sowie zur Verbesserung der noch vorhandenen Sehfunktion durch verschiedene Übungsmethoden. Außerdem erklären wir Ihnen die Hintergründe Ihres Sehverlusts und empfehlen Ihnen spezielle Übungen für zu Hause, mit denen Sie Ihre Sehkraft verbessern können. Unsere Behandlung ist ganzheitlich angelegt und eine Ergänzung zum Augenarzt, kein Ersatz.
Der Patient sitzt bequem auf einem Stuhl. Elektroden werden nahe dem Auge und am Arm angebracht. Sodann werden ca 30 Minuten lang Wechselstrom-Impulse sehr geringer Stärke (unter 1 mA, also weniger als ein Herzschrittmacher) geschickt. Die Sitzungen dauern etwa eine Stunde pro Tag und die gesamte Therapie 10 Tage. Im folgenden Video sehen Sie die Methode: 
Die nicht-invasive Elektrostimulation wird mit einem speziellen Gerät zur Hirnstimulation ausgeführt. Dieses Gerät besteht aus einer Stimulationseinheit und Stimulationselektroden.
Die Elektrostimulation mit Wechselstrom wurde an Patientenehnervschädigung wurde  erstmals in Deutschland um 1870 berichtet.  Später wurden ähnliche Beobachtungen und Japan und Russland berichtet. Im Westen wurde die Methode vom Sabel-Team und verschiedenen Partnern eingeführt und bei Hunderten von Patienten untersucht.  Erst in neuester Zeit wurde vom Sabel Team, u.a. auch zusammen mit anderen Kooperationspartnern im In- und Ausland, diese Beobachtungen auf eine wissenschaftliche und systematisch erforschte Grundlage gelegt.

Es ist gut möglich, dass Ihr Arzt noch nichts von visueller Restitution gehört hat. Die nicht-invasive Elektrostimulation mit Wechselstrom ist eine ganz neue Behandlungsmethode, die seit über 10 Jahren entwickelt und erforscht wird. Erst in den letzten Jahren wurden klinische Nachweise der Wirksamkeit veröffentlicht. Daher wäre es nicht erstaunlich, wenn Ihr Arzt die Therapie noch nicht kennt. Sie sollten also nicht überrascht sein, wenn Ihr Arzt der visuellen Restitution skeptisch gegenübersteht. Unser Patient Joe Lovett beispielsweise hörte von seinem Arzt Folgendes, als er ihn auf die visuelle Restitution ansprach: „Sie verschwenden Zeit und Geld. Vergessen Sie es!“.  Doch als der Arzt feststellte, dass sich die Sehkraft von Joe Lovett durch die Savir-Therapie tatsächlich verbessert hatte, schickte er weitere Patienten zur Behandlung.

Folgende Punkte sollten Sie erwägen, wenn Sie eine Behandlung zur visuellen Restitution in Betracht ziehen:

  • Es gibt weder Nebenwirkungen noch Gefahren.
  • Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine ausgezeichnete Chance besteht, Ihre Sehwerte und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Die Patienten berichten, dass sie z.B. besser lesen können, Zusammenstöße vermeiden, ihre Hobbys wieder ausüben können, mehr Vertrauen in ihre Mobilität entwickeln und insgesamt besser sehen, beispielsweise weil ihre Sicht weniger verschwommen ist oder sie sich weniger geblendet fühlen.
  • Bei ca. 70 Prozent unserer Patienten verbesserte sich das Gesichtsfeld, und sie berichteten von subjektiven Verbesserungen.
  • Wir können aber nicht garantieren, dass bei jedem Patienten eine Verbesserung der Sehkraft eintritt. Zwar ist dies sehr wahrscheinlich, doch es gibt keine absolute Sicherheit (was übrigens für die meisten medizinischen Behandlungen gilt).
Die Savir-Therapie dauert in der Regel zwei Wochen. Am ersten und letzten Tag werden Sie jeweils ca. vier bis fünf Stunden und in den anderen Tagen eine Stunde pro Tag (außer am Wochenende) im Savir-Zentrum verbringen.
Der Einsatz speziellen, hochauflösenden Perimetrie (HRP) ermöglicht die systematische Erkennung von Restsehleistungen (Residualsehen). HRP ist ein computergestütztes diagnostisches Verfahren, bei dem der Gesichtsfeldverlust in hoher Auflösung abgebildet wird. Die Ergebnisse werden grafisch und statistisch dargestellt und spielen eine wichtige Rolle für die Planung und Überwachung des Therapie-Erfolgs.

Bitte lesen Sie die Einschluss- und Ausschlusskriterien für die Behandlung durch, um zu erfahren, ob Sie sich im Savir-Zentrum behandeln lassen können

Bitte kontaktieren Sie uns, um Informationen über die geschätzten Behandlungskosten zu erhalten.

Gerne werden wir versuchen, für Sie Kontakt zu Patienten herzustellen, die bereit sind, sich mit Ihnen zu unterhalten. Wir werden darauf achten, dass Sie möglichst die gleiche Sprache sprechen und eine ähnliche Erkrankung haben.

Wenn Sie Fragen haben, können Sie uns gern eine Nachricht über das Kontaktformular schicken oder eine E-Mail an info@savir-center.com senden.

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