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Es gibt zwei Möglichkeiten das verbliebene Sehvermögen, auch Restsehen genannt, zu verbessern. Eine der Möglichkeiten ist Sehtraining VRT. Dabei trainieren Sie mit kleinen hellen Lichtpunkten die verbliebenen Nervenzellen in Ihrem Gehirn darauf, gleichzeitig zu feuern, was mit der Zeit deren Verknüpfungen verstärken kann. Doch bei einem solchen Sehtraining feuern nur Nervenzellen innerhalb eines kleinen Bereichs der Netzhaut – nämlich diejenigen, die von den hellen Lichtpunkten getroffen werden. Alle anderen Zellen bleiben stumm. Weil das Training sehr langwierig ist – viele Monate mit täglichen Sitzungen ––, wurde es eine weitere Methode entwickelt, die helfen soll den Restsehen zu verbessern. Diese zweite Methode ist eine Wechselstromtherapie, die das Gehirn mit schwachen Stromstößen stimuliert. Diese Behandlung dauert nur zehn Tage, bei einer Stunde Training pro Tag, und erzielt ausgezeichnete Ergebnisse. Denn eine solche Methode regt durch transorbitale Wechselstromstimulation oder tACS sämtliche Nervenzellen der Retina gleichzeitig an. Die Wiederherstellung der Sehkraft wird dadurch enorm beschleunigt. Dies ist viel effizienter als mein Sehtraining zur Sehkraftverbesserung, das mehrere Monate täglichen Trainings bedarf.

Es mag wie Science Fiction klingen, doch die Behandlung mit Stromimpulsen durch einen Hirnschrittmacher könnte sich als der nächste große Durchbruch bei der Therapie von Gesichtsfeldeinschränkungen erweisen. Neuere klinische Ergebnisse haben gezeigt, dass man mit der Wechselstromtherapie die Sehfunktionen sogar viele Jahre nach einer Verletzung verbessern kann. Die Behandlung basiert auf der mehr als zehnjährigen Forschung in einem Labor an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, bei der man vorrangig Menschen mit geschädigtem Sehnerv und Glaukom behandelt hat.