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Die Techniken zur Sehkraftverbesserung helfen nicht bei jeder Form des Sehverlusts. In Fällen, bei denen der vordere Teil des Auges wie die Cornea oder die Linse betroffen sind, wirken sie nicht. Auch bei bestimmten Störungen der Augenbeweglichkeit – wie zum Beispiel dem Doppelsehen – sind sie nicht hilfreich.

Bei den folgenden Erkrankungen ist die nicht-invasive elektrische Stimulation jedoch in den meisten Fällen angezeigt:

  • Glaukom
  • optische Neuropathie
  • diabetische Retinopathie
  • Sehverlust nach Schlaganfall oder Hirntrauma
  • altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
  • unspezifischer bzw. nicht erklärbarer Sehverlust
  • kortikale Blindheit oder kortikale Sehschwäche, bei der das eingeschränkte Sehvermögen auf Probleme im Gehirn zurückgeht, im Zusammenhang mit dem visuellen Kortex

Die Therapie sollte jedoch immer Teil eines umfassenderen Behandlungsplans sein, der auch andere Aspekte wie die allgemeine augenmedizinische Versorgung, eine gesunde Lebensführung, angemessene Strategien zum Umgang mit Sehverlust, das psychische Wohlbefinden und vor allem Stressreduktion miteinbezieht. Der Mensch, der sich hinter dem Auge befindet, muss in seiner Ganzheit wahrgenommen werden und nicht als jemand, der zu viele Fragen stellt.

Langanhaltender mentaler Stress schadet Ihrer Sehkraft in besonderem Maße. Entscheidend ist, dass Sie mit ihrem Augenarzt sprechen, um Ihrem Problem auf die Spur zu kommen, und dann alle infrage kommenden Möglichkeiten erwägen, die Ihrer Sehleistung wieder auf die Sprünge helfen können.

Eine Brille kann Brechungsfehler des Auges korrigieren, die zu unscharfem Sehen führen, doch auch viele andere Ursachen, wie emotionaler Stress und bakterielle Infektionen, können zur Schwächung der Augenmuskeln und der Sehkraft führen. Gemeinsam können Ihr Augenarzt und Sie abwägen, wie viel Sie selbst beitragen können und ob Sie eine Behandlung benötigen.

Vergessen Sie jedoch nicht, dass Ihr Arzt viele Patienten versorgt und nicht immer genügend Zeit hat, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und sie mit jedem einzelnen Patienten zu besprechen. Wir empfehlen den Patienten deshalb immer wieder: Scheuen Sie sich nicht, zum Experten für ihre Erkrankung zu werden. Damit steigern Sie die Wahrscheinlichkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Sie werden Ihren Arzt nicht nur besser verstehen, sondern auch klügere Fragen stellen. Aber übertreiben Sie es nicht, indem Sie glauben, ohne Arzt auszukommen. Der richtige Weg ist, gemeinsam mit Ihrem Arzt die nächsten Schritte zu entscheiden (»shared decision-making«).