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Rehabilitationseinrichtungen für Sehbehinderte helfen bei der Bewältigung des Sehverlusts, doch auch Angehörige sollten ermuntert werden, daran teilzunehmen, um dem Sehbehinderten bei der räumlichen Orientierung, der Fortbewegung, der visuellen Rehabilitation und der beruflichen Weiterbildung zur Seite stehen zu können. Angehörige, die mit dem Sehverlust nur schwer zurechtkommen, können von psychologischer Beratung profitieren.

Neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung sollte Lebenshilfe eine Ihrer ersten Prioritäten sein, wozu auch ein Low-Vision-Mobilitätstraining und ein Programm für visuelle Rehabilitation gehören kann. Allzu viele Betroffene wissen nicht einmal, wie viele Angebote und Hilfsmöglichkeiten existieren. Es gibt verschiedene Organisationen, die auf Dienstleistungen für Blinde spezialisiert sind und langjährige Erfahrung damit haben. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) verfügt über ein ausgezeichnetes Low-Vision-Rehabilitationseinrichtungen. Auf der Website der Organisation erfahren Sie, welche Behandlungsmöglichkeiten es in Ihrer Nähe gibt. Weitere Hinweise auf Websites, die für Sehbehinderte und Blinde von Interesse sind, finden Sie in unserem Infobox.

Wofür braucht man eine Low-Vision-Therapie?

Viele Patienten haben keine Ahnung von der Möglichkeit einer Low-Vision-Therapie oder von der Existenz von Mobilitätstrainern. Selbst die meisten Augenärzte wissen oft nichts darüber, sodass sie ihre Patienten auch nicht dorthin überweisen. Wenn Sie Ihren Low-Vision-Therapeuten besuchen, sollte ein Behandlungsplan erstellt werden. Zudem brauchen Sie Hilfe bei dessen Umsetzung. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Sie trotz Ihres schlechten Sehvermögens ein normales Leben führen können.

Die betreffende Fachkraft wird mit Ihnen eine Reihe von Tests durchführen. Man wird sich ansehen, wie gut Sie mit alltäglichen Erfordernissen wie dem Anziehen, der Körperpflege, mit dem Gehen und der Verwendung von Sehhilfen zurechtkommen. Außerdem können Sie mit einer Einschätzung Ihrer Arbeitsfähigkeit, Ihres Soziallebens und Ihres Bildungsgrads rechnen.

Zu den Möglichkeiten, das Sehvermögen zu verbessern, gehören unter anderem das visuelle Restitutionstraining  – von Prof. Sabel entwickelte, nichtinvasive Methoden. Diese Therapien können hilfreich sein, wenn Sie unter altersbedingtem Sehverlust wie Glaukom, Makuladegeneration oder diabetischer Retinopathie leiden und Ihr Gesichtsfeld deshalb blinde Flecken aufweist, oder wenn bei Ihnen eine Schädigung von Sehnerv oder Gehirn vorliegt.