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Augenyoga
Augenyoga kann sich positiv auf Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Augenbewegungsprobleme auswirken, da es die Augenmuskeln kräftigt und beweglich hält, die Synchronisation beider Augen fördert und dabei hilft, das Gewebe um den Augapfel herum zu entspannen. Dies ist für ein gutes Sehvermögen unerlässlich und ist Teil der SAVIR-Therapie. Konkret werden beim Augenyoga die Augen systematisch in alle Richtung gerichtet: hinauf-hinunter, rechts-links, im Kreis, in der Form einer liegenden Acht und auf die Nasenspitze gerichtet. Dies wird flankiert von Gesichts- und Schultermassagen und Entspannungsübungen.

Die Erkrankung verstehen und Lebensqualität finden
Dieser Teil der Behandlung ist eine Art Aus- und Fortbildungsmodul mit konkreten und praktischen Hinweisen. Das Ziel ist hier die Erklärung des individuellen Sehschadens und wie er sich im prakti

schen Leben auswirkt. Dabei weisen wir auf optische Hilfsmittel und existierende Rehabilitationsprogramme an anderen Orten hin sowie auf Selbsthilfegruppen und andere Professionen, die dem Patienten weitere Angebote machen können (zum Beispiel Mobilitätstrainer). Dazu gehören auch Empfehlungen für Nahrungsergänzungsmittel, die die Durchblutung steigern und die Gesundheit und Flexibilität der Blutgefäße fördern, sowie Sport zur Kräftigung des Herz-Kreislauf-Systems.

Sehtraining
Je nach Art der Sehbehinderung werden bestimmte Übungsprogramme für zuhause vorgeschlagen, wie das „Piratentraining“ (Abdeckung des besseren Auges mit einer Augenklappe) und exzentrisches Aufmerksamkeitstraining, ein Sehtraining, das man zuhause beim Fernsehschauen üben kann. Auch verweisen wir je nach Art der Seheinschränkung auf andere Angebote von Sehtrainings am Markt wie visuelles Restitutionstraining und bei seltenen Fällen auch auf das Kompensationstraining.

Entspannungsverfahren
Akuter dauerhafter Stress ist ein bekannter Risikofaktor bei der Entstehung von Sehverlusten. Im Rahmen der SAVIR-Sehtherapie lernen die Patienten Entspannungstechniken kennen, Stress zu reduzieren (Meditation, autogenes Training, progressive Muskelrelaxation etc.), denn Entspannung ist extrem wichtig, um den toxischen Wirkungen der blutgefäßschädigenden Stresshormone (Cortisol, Endothelin), die zur vaskulären Dysregulation führen können, entgegenzuwirken und Sorgen, Angst und Verspannung zu verringern.

Psychologische Beratung
Neben der Wechselstromtherapie und anderen Therapiemodulen ist eine psychologische Beratung der Patienten ein weiterer Schwerpunkt der SAVIR-Therapie. Es wird der Umgang mit der Erkrankung besprochen, die Lebensperspektive als Mensch mit Sehbehinderung sowie die Rolle der Angehörigen und deren Belastungen. Auch dies dient dem Ziel, mentalen Stress zu reduzieren, denn dieser spielt bei Entstehung und Progression der Sehbehinderung eine wichtige Rolle spielt.
Dabei vermitteln wir unseren Patienten die SAVIR-Philosophie: „Schaue nicht auf das, was fehlt, sondern stärke das, was du noch hast!