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Das Glaukom ist eine Gruppe von Krankheiten, die durch eine Schädigung des Sehnervs zu Sehverlust und sogar zur Blindheit führen können. Der Sehnerv leitet die Informationen von der Retina zum Gehirn weiter. Anders als bei der Makuladegeneration, bei der das Zentralsehen betroffen ist, wird beim Glaukom zuerst das periphere oder Randsehen in Mitleidenschaft gezogen. Die Erkrankung entwickelt sich schleichend.

Nach dem National Eye Institute ist der Hauptrisikofaktor für die Erkrankung ein erhöhter Augeninnendruck. Ursache des Druckanstiegs ist oft ein Stau des Kammerwassers, einer klaren Flüssigkeit, die normalerweise durch die Vorderkammer des Augapfels abfließt. Diese Flüssigkeit, die wichtige Nährstoffe für das Gewebe enthält, verlässt die Kammer an der Schnittstelle von Hornhaut und Iris und fließt durch ein schwammartiges Geflecht, das sogenannte Trabeckelwerk, das als Dränage fungiert.

Bei der häufigsten Form des Glaukoms, dem Offenwinkelglaukom, ist der Abflusswinkel zwar offen, da die Flüssigkeit ihn aber zu langsam passiert, kommt es zum Druckanstieg. Wenn der Sehnerv aufgrund von zu hohem Augeninnendruck beschädigt wird, kann sich die Sehkraft verringern. Abhilfe schafft die Kontrolle des Augeninnendrucks durch Augentropfen, Reduktion von Stress, Entspannungstechniken oder durch einen gesünderen Lebensstil.

In beinahe der Hälfte aller Fälle mit Glaukom ist der Augeninnendruck jedoch normal, man spricht vom »Normaldruckglaukom«. Die Ursache des Sehverlusts ist in diesen Fällen nicht bekannt, wenngleich der Hirndruck und eine Deregulierung der Blutgefäße unter Verdacht stehen.

Dem National Eye Institute zufolge sind Afroamerikaner über vierzig am meisten gefährdet, am Glaukom zu erkranken. Gehäuft tritt die Krankheit außerdem bei einer familiären Vorbelastung und bei Menschen über sechzig Jahren auf, insbesondere bei Menschen mexikanischer Herkunft. Andere Risikofaktoren sind ein hoher Body Mass Index (Übergewicht) und ein zu hoher oder zu niedriger Hirndruck.

Wie Studien gezeigt haben, können gefährdete Patienten ihr Risiko durch bestimmte Augentropfen halbieren. Laserchirurgie, konventionelle Chirurgie oder eine Kombination aus beidem sind zusätzliche Behandlungsoptionen. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass sich noch vorhandene Sehvermögen mit diesen Therapien zwar retten lässt, einmal durch Glaukom verlorenes Sehvermögen jedoch durch diese Therapien nicht mehr wiederhergestellt werden kann. Ein gesunder Lebensstil ist eine weitere Möglichkeit, die aggressive Verschlechterung des Sehens bei Glaukomen zu verlangsamen. Bauen Sie Übergewicht ab, reduzieren Sie Stress und treiben Sie regelmäßig Sport.

*Bildcopyright: National Eye Institute